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Wie es „früher war“. Beiträge von Chronistinnen und Chronisten in der Oberländer Rundschau und anderen Medien im Jahr 2026.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 18 vom 29. April 2026

Schüler 1951

Unser Bild zeigt Haiminger Schülerinnen und Schüler im Jahr 1951 mit ihrem Lehrer Dr. Josef Zobl, dessen Vater Rudolf als Volksschuldirektor, Organist, Kapellmeister und Imker tätig war. Außerdem fungierte er als Obmann der Wassergenossenschaft. Für sein emsiges Wirken im Dienst der Öffentlichkeit wurde ihm von der Gemeinde Haiming 1953 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Sohn Josef betätigte sich neben seiner Lehrertätigkeit als langjähriger Obmann (1968–1985) des Schiklubs Haiming. Die Zobl stammen aus dem Außerfern.
Foto: Chronik Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

In der 1. Reihe (unten) von links: Emmi Stigger, Frieda Kranebitter, Amgard Leitner, Helga Perktold, Agathe Gager, Albina Habicher, Gertraud Grießer, Edith Zoller, Hilde Kapeller, Reingard Stigger, Paula Praxmarer. 2. Reihe: Hermine Frischmann, Erika Steinwendtner, Helma Steyrer, Frieda Grießer, Traudl Kapeller, Helene Raffl, Irmgard Stigger, Marianne Praxmarer, Margit Gager, Marlene Raffl. 3. Reihe: Helmut Perwög, Oswald Nagele, Bernhard Stigger, Ernst Stigger, Pepi Möstl, Peter Schlögl, Hartmann Stigger, Fritz Föger, Günther Kopp, Hansl Haslwanter. 4. Reihe: Josef Leitner, Walter Kapeller, Johann Schlatter, Anton Leitner, Adolf Schranz, Albin Kopp, Alfred Wammes.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 17 vom 21. April 2026

klimatischen Veränderungen

Dass auch der Niederjochferner den klimatischen Veränderungen Tribut zollen muss, beweist diese Ansichtskarte, wenn man sie mit heutigen Aufnahmen vergleicht. Sie wurde von Alois Stigger „Zementeler“ (1900–1980) an seine Eltern Gertraud, geb. Grießer, und Siegfried (1869–1935) Mitte der 1920er Jahre von der Similaunhütte geschickt. Siegfried Stigger betrieb um die Jahrhundertwende eine Zementerzeugung in Haiming. Manch ein älteres Gebäude ist noch heute mit Dachziegeln vom „Zementeler“ gedeckt. Der Niederjochferner erstreckt sich vom Similaun aus in nordwestliche Richtung. Die Gletscherzunge ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Dank seiner leichten Erreichbarkeit, der relativ kurzen Anstiege und technisch geringen Anforderungen ist der Similaun als Gletschertour besonders bei Einsteigern beliebt.
Foto: Alpiner Kunstverlag Innsbruck
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 16 vom 15. April 2026

Ochsengarten …

„Das wirtschaftliche und politische Kuriosum Ochsengarten Kühtai“ – so der Titel eines Beitrages in der Tiroler Tageszeitung vom 18. März 1953. Als Verfasser des Artikels zeichnete der Oetzer Bürgermeister Walter Gritsch verantwortlich, der mehrere Gründe anführte, dass die Aufnahme von Ochsengarten (Gemeinde Haiming) und Kühtai (Silz) in den Oetzer Gemeindeverband wirtschaftlich und touristisch große Vorteile brächte. So schrieb Gritsch: „Oetz als Interessent würde schon aus Verkehrs- und Wirtschaftsgründen eine andere öffentliche Investitionspolitik betreiben müssen, als es bisher durch die zuständigen Gemeinden geschah, die nichts oder nur Geringes leisteten.“ Die Antworten der betroffenen „Randgemeinden“-Bürgermeister folgten prompt. In der TT vom 28. März 1953 bemerkte das Haiminger Gemeindeoberhaupt Karl Kapeller: „Die Gemeinde Haiming hat in den letzten Jahren zugunsten der Bewohner von Ochsengarten folgende Leistungen erbracht: Sie hat einen nennenswerten Beitrag zum Bau eines 3 km langen Güterweges geleistet. Weiters wurde ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung im Rohbau fertiggestellt, für den Bau der dieses Jahr in Betrieb gehenden Telefonleitung wurde der Betrag von 20.000 Schilling geleistet und auch die Elektrifizierung wurde vorangetrieben.“ Ein paar Tage später, am 3. April 1953, folgte die Reaktion von Franz Heinz, dem Bürgermeister von Silz. Er wies darauf hin, dass das gesamte, das Kühtaier Anwesen umgebende Gelände, nämlich das Nedertal von der Haiminger Gemeindegrenze bis zur Stamser Gemeindegrenze und dazu noch das Issertal, das Mittertal und das Finstertal, nicht nur verwaltungsrechtlich, sondern auch privatrechtlich im Eigentum der Gemeinde Silz steht. Auch einen Seitenhieb ließ der Kühtai-affine und mächtige Dorfboss folgen: „Die Gemeinde Silz ist weiterhin gerne bereit, wie bisher das Vieh der Oetzer Bauern im Sommer auf ihren Almen um bescheidenen Weidezins aufzunehmen, aber niemals werden die Silzer ihr Vieh auf eine Oetzer Alm auftreiben.“ Im Bild Walter Gritsch, Bürgermeister von 1950–1986, der sich zu seinem Begehren von den Nachbarbürgermeistern kalte Füße holte.

Text und Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

m Bild Walter Gritsch, Bürgermeister von 1950–1986

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 15 vom 08. April 2026

strategisches Denken

Dreißig Jahre werden es wohl her sein, als sich die Bürgermeister der Bezirke Imst und Landeck in Mils zu einem freundschaftlichen Fußballspiel trafen. Und die Gemeindechefs zeigten auch auf dem grünen Rasen strategisches Denken, taktisches Talent und Unerschrockenheit vor dem Gegenüber. Als besonders begabter Lenker und Denker trat Alt-Bezirkshauptmann Dr. Walter Haid in Erscheinung, katzenartig bewegte sich der Nassereither Bürgermeister Reinhold Falbesoner zwischen den Pfosten. Auch das Milser Dorfoberhaupt Gebi Moser ließ seine technischen Fähigkeiten mehrmals aufblitzen. Nach dem sportlichen Teil wurden die herausragenden Spielszenen noch bis spät in die Nacht hinein diskutiert, der Schmäh kam nicht zu kurz.

Foto und Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Im Bild die Imster Mannschaft, stehend von links: Sepp Reinstadler (Jerzens), Josef Leitner (Haiming), Toni Reindl (Mötz), Sigi Gapp (Mieming), Walter Haid (BH a. D.), Herbert Hauser (BH Imst), Toni Plattner (Rietz), Toni Auer (Roppen), Jochl Grießer (Oetz), Florian Neururer (St. Leonhard). Knieend von links: Arnold Hirn (Silz), Werner Doblander (Tarrenz), Gebi Köll (Karrösten), Reinhold Falbesoner (Nassereith), Gebi Moser (Mils), Alois Thurner (Imsterberg), Ernst Schöpf (Sölden), Siegfried Neururer (Arzl).

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 14 vom 01. April 2026

Pozuzo

Auf Initiative von Rudi Heinz (Obmann des Freundeskreises von 2008–2020) trafen sich im Sommer 2002 Freunde, Förderer und Funktionäre des Freundeskreises für Pozuzo zu Ideenfindungen im Gastgarten des Gasthofes Post in Silz. Eingeladen war auch der bekannte Tiroler Dramatiker Felix Mitterer. Ihm wurde im Laufe des gemütlichen Zusammentreffens der Vorschlag unterbreitet, die Geschichte der Tiroler Auswanderung nach Pozuzo (1857) zum Inhalt eines Theaterstückes oder Drehbuches zu machen. Der Tiroler Autor zeigte sich interessiert und deutete an, dass er sich mit dem Thema in weiterer Folge intensiver beschäftigen werde. Seit 2020 fungiert der Silzer Filmemacher Emanuel Bachnetzer als Obmann des Freundeskreises für Pozuzo, als erster Obmann zeichnete Bruno Habicher (1983–1992) aus Innsbruck für den Verein verantwortlich.
Text & Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Im Bild vor dem Wandgemälde zur Auswanderung (geschaffen von Elmar Peintner) beim alten Gasthof Post von links: Jörg Marberger, Arnold Hirn, Felix Mitterer, Gert Randolf, Eduard Förg und Rudi Heinz.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 13 vom 25. März 2026

Sautens

Wie in vielen anderen Gemeinden standen in den Nachkriegsjahren auch in Sautens viele Investitionen in die Infrastruktur auf der Agenda. Mit Mitteln aus dem Marshall Plan (ERP – European Recovery Program) und eigenen Arbeitsleistungen wurden Schulen gebaut, Straßennetze erweitert und die Wasserversorgung modernisiert. Im Bild sehen wir die Baumaßnahme zur Entschärfung des „Roans“, des ehemaligen steilen Anstiegs zwischen Unterrain und Vorderrain. Vorne rechts ist die Sautner Volksschule erkennbar (heute steht dort das Gemeindehaus), ehemals das „Stamser Widum“ zur neuen Kirche. Links davon ist das „Bader“-Haus erkennbar – hier residierte der Wundarzt aus der Familie Oberhofer, die mit Hugo Oberhofer sen. und jun. zwei Bürgermeister stellte. Oberhalb dieser zwei Häuser thront das Anwesen des Anton Pohl „Joselas“ (später „Sautner Hof “). Ganz rechts im Bild die Haushälfte der Familie Franz Strigl („Färbers“). Vor dieser Straßenbaumaßnahme wurde bereits die neue Straßenbrücke über die Ache und die Zufahrtsstraße (1954) in das Dorf errichtet. Die Tiroler Nachrichten berichteten am 23. Juni 1955: „Die neue Brücke über die Ötzer Ache und die herrliche Zufahrtsstraße nach Sautens locken bereits viele Besucher in das idyllische Bergdörfchen und zum Piburger See. Die Straße trägt bis in die Dorfmitte ihren festen Asphaltbelag und in wenigen Tagen wird auch das Brückengeländer und die moderne Wegbeleuchtung fertig sein. Das kleine Bergdorf mit seinen 800 Einwohnern hat übrigens rund 60 Motorräder und 20 Autos.“
Text: Mag. DDr. Hans Santer/ Manfred Wegleiter Foto: Archiv Chronik Haiming

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 12 vom 18. März 2026

Selbstversorger

Selbstversorgung aus dem eigenen Garten stand bei der Bevölkerung noch viele Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges hoch im Kurs. Jeder Quadratmeter Boden wurde genutzt, um Erdäpfel, Karotten, Tomaten usw. anzubauen. So wurde das meist magere Haushaltsetat entlastet und es kamen saisonale Kostbarkeiten auf den Tisch. Im Bild sehen wir Anton Plankl, der im Hausgarten in Brunau mit der Kartoffelernte beschäftigt ist. Er wurde am 5.6.1904 in Müllegg / Salzburg geboren und verehelichte sich mit Marianne Neurauter aus der Brunau. Plankl frönte im Ruhestand seinem großen Hobby, der Fotografie und Filmerei. Selten war er ohne Kamera anzutreffen. Vor allem von den Ausflügen und Zusammenkünften des Pensionistenverbandes hinterließ er viele fotografische Erinnerungen. Anton Plankl starb am 11.10.1992 im Altersheim Sölden und wurde am Friedhof in Ötztal Bahnhof zur letzten Ruhe gebettet.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Foto: Nachlass Anton Plankl

Im Bild sehen wir Anton Plankl, der im Hausgarten in Brunau mit der Kartoffelernte beschäftigt ist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 11 vom 11. März 2026

ABC …

ABC – nein, nicht das Alphabet, in diesem Fall ist der Altbürgermeisterklub gemeint. Seit mehr als zwanzig Jahren treffen sich ehemalige Dorfoberhäupter aus dem Bezirk Imst regelmäßig, um die aktuellen politischen Vorgänge zu bewerten, aber auch die eigene Zeit als Bürgermeister zu reflektieren. Nicht zu kurz kommen dabei ehemalige „Scharmützel“ in und außerhalb der Gemeindestuben oder Vorkommnisse bei den Bürgermeisterausflügen. Heute steht dem ABC der Milser Altbürgermeister Gebhard Moser als Obmann vor. Am 6. April 2002 kam der ABC im Skisportort Kühtai zusammen. Dort war es für die Altbürgermeister, die manchmal auch von honorigen Persönlichkeiten eskortiert werden, selbstverständlich, Graf Karl StolbergStolberg in dessen Jagdschloss einen Besuch abzustatten.

Foto & Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Im Bild von links: Anton Plattner (Rietz), Bezirkshauptmann Raimund Waldner, Dekan Josef Tiefenthaler, Landeshauptmann a. D. Alois Partl, Alois Kluibenschädl (Stams), Arnold Hirn (Silz), Anton Ötzbrugger (Karres), Walter Gritsch (Oetz), Alois Ennemoser (Sautens). Vorne Graf Karl zu Stolberg-Stolberg.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 10 vom 05. März 2026

Ramolhaus

Diese Kupferdruckkarte vom Ramolhaus wurde in den 1920er-Jahren von der Kupferdruck Monopol Verlagsanstalt mit Hauptsitz in München verlegt. Das Ramolhaus thront auf 3.006 m oberhalb von Obergurgl und ist von dort aus in knapp vier Stunden Fußmarsch zu erreichen. Erbaut wurde die Schutzhütte im Jahr 1881 von Martin Scheiber, dem Urgroßvater des heutigen Pächters Lukas Scheiber. In einem Feuilleton des Mährischen Tagblattes schreibt Johann Weiser über eine Tour auf die Wildspitze im September 1888: „Nach einer unter dem geistlichen Dache des Kuraten Ingenuin Gärber (er war als Vertrauensmann für den Alpenverein tätig) verbrachten Nacht waren wir um 4 Uhr morgens mit dem Führer Alois Santer nach dem Ramoljoche aufgebrochen. Nach dreistündiger Wanderung auf gutem, zuletzt jedoch steilem Steige war das auf dem sogenannten Kreuzköpfel erbaute Ramolhaus erreicht. Nach weiteren, kaum einstündigen Steigen über den Ramolgletscher standen wir auf dem felstrümmerbedeckten Joche in der bedeutenden Höhe von 3182 m.“ Das Ramolhaus steht im Eigentum des Deutschen Alpenvereins, Sektion Hamburg und Niederelbe, und bietet als klassische Schutzhütte 52 Personen Platz. Sie gilt als perfekter Ausgangspunkt für Hochtouren und Wanderungen.
Bild: Kupferdruck Monopol Verlagsanstalt München/Chronikarchiv Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 09 vom 25. Februar 2026

Banküberfall

Am Faschingsdienstag, dem 26. Februar 1987, um 12 Uhr war die Filiale Kühtai der Raiff­eisenkasse Silz, Haiming und Umgebung Schauplatz eines Überfalls. Ein Maskierter bedrohte den Raika-Mitarbeiter Karl H. mit einer Pistole und befahl ihm, sich hinter dem Kassenpult auf den Bauch zu legen. Just in diesem Moment betrat Reinhold P., Angestellter der Kühtaier Liftgesellschaft, den Kassenraum. Er wollte in letzter Sekunde vor Kassenschluss noch die Einnahmen aus der Liftkasse bei der Raika abliefern. Als er den Vermummten sah, glaubte er im ersten Moment an einen Scherz, den sich der Raika-Mitarbeiter an diesem Faschingsdienstag erlaubte, und schrie den Maskierten laut an. Dieser erschrak derart, dass er ohne Beute die Flucht ergriff. Die Kriminalabteilung der Gendarmerie entdeckte bei ihren Ermittlungen in der Nähe des Tatortes einige Utensilien (siehe Foto), die der Bankräuber auf der Flucht verloren hatte: eine moosgrüne Schnürlsamtjacke, eine schwarze Kunststoffperücke, eine Gesichtsmaske aus Kunststoff sowie zwei Plastiksäcke, eine Leukoplastrolle, ein Stück weiße Paketschnur und einen schwarzen Kunststoffart. Trotz sofortiger Abriegelung von Kühtai zum Nedertal und Sellraintal konnte der Täter nicht ermittelt werden. Der Banküberfall, der durch einen Zufall für den Kassierer glimpflich ausgegangen ist, bleibt bis heute ungeklärt.

Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Bilder: Chronik Haiming, Kriminalabteilung der Gendarmerie Tirol

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 06 vom 05. Februar 2026

Dengeln

Unser Bild zeigt Alois Götsch „Unterruaner“ beim Dengeln der Sense – er wird dabei interessiert von seinem Sohn Franz Josef beobachtet. Die Familie Andreas (†12.7.1799) und Maria Götsch, geb. Praxmarer, wohnte ursprünglich im Hof zu „Unterrain“ im Ortsteil Schlierenzau. Josef Karl Götsch (1817–1872) übersiedelte 1864 nach Haiming in die heutige Kreuzstraße, und dessen Sohn Alois (1846–1922) verehelichte sich mit der Magerbacher Wirtstochter Maria Filomena Kapeller. Alois war viele Jahre Vorstand des Veteranenvereines. Auch die nachfolgenden Generationen betätigten sich in unterschiedlichen öffentlichen Funktionen der Gemeinde Haiming. So war Franz Josef Götsch (1880–1965) Aufsichtsrat der örtlichen Raiffeisenkasse und Gemeinderat, dessen Sohn Franz (1919–2000) Bauernbundobmann, Waldaufseher und kurzzeitig Bürgermeister sowie Ehrenbürger.

Foto: Chronik Haiming Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 05 vom 28. Jänner 2026

Schulausflug

Ausflüge und Wandertage stellten im Schuljahr besondere Höhepunkte dar. Nicht alle Eltern waren vor fünfzig, sechzig Jahren im Besitz eines Autos, so fanden einige jede Fahrt an einen noch unbekannten Ort spannend. Außerdem konnte man den Schulalltag für ein paar Stunden vergessen. Die schmal gefüllte Geldbörse reichte vollkommen aus, die Wanderlustigen hatten ja einen Rucksack mit etwas Speck, Käse und Obst dabei. Und für den Zusammenhalt in der Klasse waren diese Schulveranstaltungen besonders wertvoll. Im Bild sehen wir die 2b-Klasse des Bundesrealgymnasiums Imst mit ihrem Klassenvorstand Mag. Josef Lobmayr beim Wandertag 1971 vor der Pfarrkirche Oetz.

Text und Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Vordere Reihe von links: Meinhard Eiter, Rudi Ritzinger (†), Eckhart Köll, Kurt Kopp, Kurt Lung. Zweite Reihe: Werner Muigg, Alfred Gabl, Manfred Wegleiter, Peter Rauth (†), Christopher Grüner, Johannes Frischhut, Harry Pöttler. Dritte Reihe: Christoph Thurner und Gerhard Weber. Vierte Reihe: Ruth Scharmer, Marita Fender, Hildegard Melmer, Imelda Thöni, Evi Mülleder, Andreas Wohlfarter und Roland Weber. Hinterste Reihe: Christian Röck (†), Thomas Tangl, Gisela Lechner, Judith Staggl, Johann Tschurtschenthaler, Barbara Kolb, Maria Mairhofer, Monika Krabichler, Cornelia Fasser, Professor Josef Lobmayr (†).

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 04 vom 21. Jänner 2026

Festtag Ötztal Bahnhof

Einen besonderen Festtag erlebte die Bevölkerung von Ötztal-Bahnhof am 9. April 1967. Bischof DDr. Paulus Rusch war in den aufstrebenden Ortsteil der Gemeinde gekommen, um die zwei Glocken (die große Glocke wiegt 650 kg, die kleine 380 kg) für das Gotteshaus zum Heiligen Josef dem Arbeiter zu weihen. Das Geläut wurde von der allseits bekannten und bewährten Firma Grassmayr in Innsbruck gegossen. Unter den Ehrengästen: Abt Eugen Fiderer von Stams, Bezirkshauptmann Dr. Wilhelm Kundratitz und Bürgermeister Karl Kapeller. Als Formationen waren die Musikkapelle Haiming, die Schützenkompanie Haiming und die Feuerwehr Ötztal-Ort angetreten.
Knapp fünf Jahre zuvor, am 28. Oktober 1962, fand die Grundsteinlegung zum Bau der Pfarrkirche in Ötztal Bahnhof statt, im Oktober 1963 war der Rohbau erstellt, und bereits am 18. Oktober 1964 nahm Generalvikar Michael Weißkopf die Weihe des Gotteshauses vor.
Für den Transport der Glocken stellte die Landwirtschaftliche Genossenschaft einen Lastkraftwagen zur Verfügung.

Foto: Chronikarchiv Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Ganz rechts im Bild ist das Gerüst mit dem provisorischen Holzglockenstuhl und den zwei kleinen Glocken zu erkennen, die früher die Gläubigen zu den Gottesdiensten riefen. Ebenfalls rechts im Bild erkennbar ist Manfred Greier mit seinem Vater, dem Gepäckträger Adolf Greier.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 03 vom 14. Jänner 2026

Kinder – Ferienaktion Tschernobyl

Die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wirken bis heute weltweit nach. Österreich gehörte zu den am stärksten betroffenen Ländern, wissenschaftlich nachgewiesen ist ein signifikanter Anstieg der Schilddrüsenkrebserkrankungen. In vielen Ländern wurden nach der Katastrophe viele Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Auch in Tirol dachte man vor allem an die Kinder, und so wurde 1992 unter Federführung des Arztes Dr. Ludwig Knabl der Verein „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ ins Leben gerufen. Im Tätigkeitsbericht von 2005 wurde angeführt, dass in den vergangenen 14 Jahren 2424 Kinder aus Weißrussland bei Tiroler Gastfamilien einen Erholungsurlaub genossen. In Karrösten wurde ebenfalls eine Ortsstelle des Vereins installiert. Als Organisatorin fungierte Veronika Sailer, die in ihrer Familie auch Kinder aufnahm. Im Zeitraum vom 14. Juni bis 9. Juli weilten sieben Erholungsbedürftige aus dem Dorf Vysokae mit ihrer Betreuerin Faina Iwanowa bei den Karröster Familien: Gabi und Bernhard Krabacher, Irmi und Andreas Konrad, Elisabeth und Gebhard Köll, Elisabeth und  Thomas Krabacher, Brigitte und Josef Konrad sowie Vroni und Helmut Sailer.

Bild: Chronik Karrösten Text: Günter Flür, Bezirkschronist

Im Bild die Ferienkinder mit Faina Iwanowa, Pfarrer Stefan Müller, Organisatorin Veronika Sailer und Walter Köll, Obmann des Christophorus-Vereines.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 02 vom 08. Jänner 2026

Gasthaus …

Die alte Ansichtskarte bildet den Gasthof Thurner in Karrösten ab, unterfertigt haben die Karte u. a. Klaus, Josef Köll, Hubert und Eduard Schuchter. Im Bildausschnitt rechts ist die „Alte Gasse“, der damalige Zufahrtsweg nach Karrösten, zu erkennen. Ende der 1950er-Jahre wurde der rechte Gebäudeteil des Gasthofes abgerissen und an dessen Stelle von Stefan Falkner das Hotel Sonnenhöhe errichtet. Auf der jüngeren Ansichtskarte rechts aus dem Jahr 1960 ist der Neubau ersichtlich. 1962 wurde das Gebäude vom Tiroler Kriegsopferverband erworben und um drei Einheiten erweitert. Es diente fortan bis Ende der 1970er -Jahre als „Erholungsheim Sonnenhöhe“.

Bild: Chronik Karrösten
Text: Günter Flür, Bezirkschronist

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