Wie es „früher war“. Beiträge von Chronistinnen und Chronisten in der Oberländer Rundschau und anderen Medien im Jahr 2026.
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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 30 vom 12. Juli 2026
Zu Besuch in Haiming
Chronisten aus dem Bezirk Schwaz kamen ins Oberland
(mg) Auch über die Bezirksgrenzen hinaus treffen sich Chronistinnen und Chronisten, um ihr Wissen auszutauschen. Der Haiminger Ortschronist Manfred Wegleiter durfte jüngst eine „Abordnung“ aus dem Bezirk Schwaz empfangen.
Eingefädelt hatte das Treffen der stellvertretende Bezirkschronist Martin Luxner aus Hainzenberg. Er war von der Ausstellung „80 Jahre Kriegsende in Haiming“, die am 11. November des Vorjahres im Oberlandsaal stattgefunden hatte, derart beeindruckt, dass er seinen Kolleginnen und Kollegen einen Teil davon im Sitzungssaal des Gemeindeamtes präsentieren wollte. Dem Wunsch kam der Haiminger Ortschronist Manfred Wegleiter gerne nach.
UNTERHALTSAMER TAG. Zuvor freuten sich die Besucherinnen und Besucher über eine interessante Führung durch Hans Glatzls Haiminger Bauernmühle am Sagbichl sowie über eine kurze, besinnliche Einkehr in der Pfarrkirche. Sowohl die Schwazer Bezirkschronistin Sylvia Brunner als auch Veronika Lamprecht als Vertreterin des Tiroler Bildungsforums zeigten sich begeistert. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Hof der Familie Wegleiter klang ein unterhaltsamer und lehrreicher Tag aus.


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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 29 vom 15. Juli 2026
Storchentante
Am 7. November 1950 wurde in St. Leonhard die Hebamme Viktoria Eiter zu Grabe getragen. Der Imster Bezirkshauptmann Dr. Anton von Petzer, Bezirksforstinspektor Dr. Hermann Figala, die Gemeindevertreter und die Bevölkerung gaben ihr das letzte Geleit. 29 Jahre lang übte sie mit großer Verantwortung und Einsatzbereitschaft ihre Berufung als Hebamme aus. Letztmalig war sie am 29. Oktober, bereits von ihrer Krankheit gezeichnet, als „Storchentante“ im Einsatz. Die Gemeinde St. Leonhard verlor mit ihr eine pflichtbewusste und tüchtige Bürgerin. Viktoria wurde am 5. November 1882 im Ortsteil Bödele als Tochter von Josefa Rauch und Johann Neuner geboren. Am 16. August 1923 heiratete sie Seraphin Eiter aus Plangeroß, der ihr im September 1949 im Alter von 63 Jahren in den ewigen Frieden vorausgegangen war.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist Haiming
Sterbebild: Nachlass AntonNeururer/Piösmes

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 28 vom 08. Juli 2026
Baubeginn der Wallfahrtskirche Maria Locherboden vor 130 Jahren.
Die Nachricht von der wunderbaren Heilung der Maria Kalb aus Rum im Jahre 1871 beim zunächst kleinen und nur lokal bekannten Marienheiligtum am Locherboden verbreitete sich wie ein Lauffeuer und bald konnte die zehn Jahre später errichtete Kapelle die vielen Besucher nicht mehr fassen. Pfarrer Johann Schlatter plante deshalb eine Erweiterung der bestehenden Kapelle, doch der Mötzer Baumeister Heinrich Hörmann konnte ihn von einem Neubau auf der Kuppe des Locherbodenhügels überzeugen. Am 12. März 1896 begannen Hörmann und seine Mitarbeiter zügig mit dem Grundaushub. Das Datum war nicht zufällig gewählt, denn genau an diesem Märztag waren einst die Mönche aus Kaisheim gekommen und hatten das neugegründete Stift Stams besiedelt. Trotz schwieriger Bedingungen technischer Natur (keine Wasserquelle, mühsamer Transport von Baumaterial) gingen die Arbeiten zügig voran, sodass schon im August desselben Jahres der Dachstuhl über das Kirchenschiff aufgesetzt werden konnte. Am 22. August war dann die Firstfeier. Am Bau der Kirche hatten neben der Baufirma Hörmann viele Leute aus Mötz und den umliegenden Gemeinden unentgeltliche Arbeitsleistungen erbracht. Aber all diese Leistungen und die vielen Spenden von Wohltätern wären nicht ausreichend gewesen, wenn nicht Pfarrer Johann Schlatter einen Großteil seines ererbten Vermögens eingebracht und das Stift Stams sich als großer Förderer erwiesen hätte.
Text: Helmut Hörmann, Ortschronist in Mötz Foto: Repro Hörmann

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 27 vom 01. Juli 2026
Waldbad Haiming
„Waldbad Haiming kurz vor der Fertigstellung“ … so titelte das Imster Bezirksblatt in seiner Ausgabe vom 26. Mai 1976. Am 10. Juli war es dann so weit, nach knapp 12-monatiger Bauzeit nach Plänen und unter der Bauleitung von Architekt Ing. Johann Pohl konnte das moderne und inmitten des Föhrenwaldes gelegene Vorzeigeprojekt eröffnet werden. Für Bürgermeister Wilfried Stigger hatte sich damit das „Traumprojekt“ in seiner 24-jährigen Amtszeit erfüllt. Der Entscheidung zum Bau des 14 Millionen Schilling teuren Erholungszentrums auf einem Gesamtareal von rund 20.000 qm waren langwierige Diskussionen im Gemeindeparlament vorangegangen, auch ein Badesee stand zur Debatte. Ausgelegt ist das Waldbad für rund 1.700 Besucher. In den ersten Jahren seines Bestehens gab es Badetage, an denen über 2.000 Personen das „Schmuckstück“ aufsuchten. Noch heute, nach fünfzig Jahren, schätzen viele Badegäste der ersten Stunden das Flair des Waldbades und halten ihm die Treue. Die Aufnahmen zeigen eine Preisverteilung, die von Bürgermeister Wilfried Stigger vorgenommen wurde, von links: Arno Rebernigg, Bernhard Koller, Thomas Kopp, Oliver Schöpf und Wilfried Stigger. Das wettkampftaugliche Becken erlaubte auch die Durchführung von Schwimmbewerben. Auf dem anderen Foto posieren kurz vor der Eröffnung der erste Bademeister Norbert Ambrosig und Schmiedemeister Ernst Schilcher, der mit seiner Firma die Schlosser- und Einfriedungsarbeiten erledigte.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Fotos: Chronik Haiming

und Wilfried Stigger.
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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 26 vom 25. Juni 2026
Bürgermeistertreffen
Am 13.10.1983 kam es auf Schloss Thurnstein unter der Ägide der Landeshauptleute Silvius Magnago und Eduard Wallnöfer zu einer Zusammenkunft zwischen den Bürgermeistern des Ötztales und des Passeiertales. Auf ausdrücklichem Wunsch der Landeshauptleute wurde ein Komitee gegründet, das alljährlich Zusammenkünfte zwischen den beiden Tälern organisieren soll. 1984 erfolgte das erste Freundschaftstreffen in Dorf Tirol. Gedankenaustausch und Pflege von Beziehungen – das war die Idee, die den Treffen zwischen Gemeindevertretern und Funktionären aus dem Ötztal und dem Passeier vorausging. Die Zusammenkünfte finden seitdem jedes Jahr, abwechselnd in den Gemeinden des Ötztal- und Passeiertales statt. Als „Zeremonienmeister“ fungierte über viele Jahre der Sautner Bürgermeister Alois Ennemoser, der später das Zepter an den Sölder Gemeindechef Ernst Schöpf übergab. Das diesjährige Treffen findet am 20. August in Sölden statt. Auf dem linken Bild der damalige Bürgermeister von Dorf Tirol, Ignaz Ladurner, mit seinem Amtskollegen Willi Kuen aus Längenfeld beim Freundschaftstreffen im Jahr 2003 in Dorf Tirol. Auf dem rechten Bild die Teilnehmer aus dem Ötztal und Passeiertal anno 2006 in Sautens.
Text & Fotos: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 25 vom 17. Juni 2026
Arbeitsunfall
Ein tödlicher Arbeitsunfall ereignete sich am 10. November 1950 beim Pitztaler Straßenbau. Der 50-jährige Landwirt Alois Rauch aus Weixmannstall, Gemeinde St. Leonhard, war mit dem Abgraben der Straßenböschung auf der Baustelle südlich vom Weiler Köfels beschäftigt. Er stand etwa drei Meter oberhalb der Straße, als sich plötzlich ein großer Stein löste und den Arbeiter mitriss. Der Verunglückte kam auf der Straße zu liegen und wurde von Arbeitskollegen erstversorgt. Vor dem Eintreffen der Rettungsmannschaften wurde Rauch von einem Frächter in seine Wohnung gebracht, wo der herbeigeeilte Arzt nur mehr den Tod des Schwerverletzten feststellen konnte. Anton Rauch war Besitzer eines Anwesens in Weixmannstall und Vater von drei kleinen Kindern im Alter von drei Monaten bis zu drei Jahren. Er galt als fleißiger und ruhiger Arbeiter. Bauleiter Ing. Mocker und seine Arbeitskollegen gaben ihm unter zahlreicher Beteiligung der Talbevölkerung das letzte Geleit.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Foto: Hermann Gaus, Stuttgart


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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 24 vom 10. Juni 2026
Sonntagsgrüße
m 25. August 1942 schrieb der Landwirt Josef Reindl (1888–1957) aus Mötz mittels Feldpostkarte (eine Aufnahme der neuen Stamser Innbrücke) eine Nachricht an seinen Sohn Franz: „Lieber Franz. Die besten Sonntagsgrüße sendet dir dein Vater aus der Heimat. Ich bin immer gesund was ich auch von dir erfahren hab. Sonst gibt es in Mötz nichts neues, wir haben immer in allem genug. Urlauber sind einstweilen keine in Mötz. In der Hoffnung, dass du bald kommst, Gruß dein Vater mit Erwin.“ Franz (Jahrgang 1912), vulgo „Wastele“, überlebte den Krieg und arbeitete als Schneider und Landwirt am elterlichen Hof in Mötz Nr. 10. Er ehelichte Olivia Neurauter und machte sich besonders als langjähriger Obmann des Roten Kreuzes Mötz um das Gemeinwohl verdient. Sein Bruder Hermann verlor gegen Ende des Krieges in den Kämpfen am Niederrhein am 5. März 1945 sein Leben. Er ruht auf der Kriegsgräberstätte Kamp-Lintfort am westlichen Rand des Ruhrgebietes. Franz Reindl starb am 6. Jänner 1987. Im Bild Franz Reindl (links) mit Gottfried Kössl, dem Gründungsobmann der Mötzer Rettung.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist Haiming
Fotos: Chronik Haiming und Chronik Mötz


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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 23 vom 3. Juni 2026
Musikalische Darbietung
Mit ihren musikalischen Darbietungen sorgten Toni Rangger (1923–1985) mit seinen Schwestern Paula (Mutter von Schlagerstar „Gilbert“, 1932–2025) und Rosa (auch sie musizierte bis vor wenigen Jahren) sowie Anton Wille „Hattinger“ und Franz Schöpf für Furore in den 1950er und 1960er Jahren. Auch für Auftritte im Ausland wurden die musikbegeisterten Oberländer gebucht. Toni und Franz waren als Musikanten und Stimmungsmacher bei Hochzeiten geschätzt. Anton Wille (1912–1991) ist vielen als Unterhalter mit seiner Zither an Sonntagnachmittagen beim Heiner in Oetz in guter Erinnerung. Franz, Jahrgang 1935, spielte noch bis vor Kurzem bei den „3 Weinbeißern“ mit Hanspeter Köll und Arnold Jäger. Ihre Auftritte zu verschiedensten Anlässen waren legendär.
Foto: Chronik Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 22 vom 27. Mai 2026
Bergunglück
Noch heute zeugt ein Gedenkstein am Friedhof in Sautens von einem Bergunglück, das sich am 2. Juli 1932 im Ötztal zugetragen hat. Das Geschwisterpaar Franz (29) und Hedwig Bachheimer (27) sowie der Hochschüler Walter Leitmeier (20), alle aus Wien, weilten in Sautens auf Sommerfrische. Am 1. Juli brachen sie Richtung Bielefelder Hütte auf, wo sie die Nacht verbrachten. Bei Schönwetter entschied sich das Trio für eine Tour auf den südöstlich von Oetz gelegenen Acherkogel und startete gegen 4 Uhr. Ein plötzlicher Schlechtwettereinbruch überraschte die Alpinisten und nicht weit von der Bielefelder Hütte stürzte die Seilschaft im Nebel 150 Meter in den Tod. Da große Lawinengefahr herrschte, gestalteten sich die Bergungsarbeiten schwierig und äußerst riskant. Schon am Nachmittag des Unglückstages war ein Bergrettungsteam zur Bielefelderhütte unterwegs. Es bestand aus den Gendarmeriebeamten Hiller und Singer, aus Bergführern von Oetz und Habichen sowie dem Quartiergeber Walter Leitmeier. Am Sonntag, dem 3. Juli, wurde mit den Bergungsarbeiten begonnen und es gelang dem Team, sich bis zu den Leichen abzuseilen. Durch Lawinenabgänge musste die Bergung vorerst eingestellt und konnte erst in den Abendstunden fortgeführt werden. Inzwischen waren auch die Angehörigen der Verunglückten in Oetz eingetroffen.
Text: Innsbrucker Nachrichten/4.7.1932
Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 20 vom 13. Mai 2026
Barbara Pfeifer
Mit der ersten Lohnsäge wagte Barbara Pfeifer, geb. Wegscheider, im Jahr 1948 den Schritt in die Selbständigkeit. Die gebürtige Vomperin und später als Kellnerin in Imst tätige Ehefrau und Mutter, hatte am 5.5.1945 ihren Mann Oskar sen. verloren und stand mit ihren drei Söhnen Oskar, Fritz und Bernhard vor dem Nichts. Mit Willenskraft, Pioniergeist und Durchsetzungsvermögen etablierte sie mit ihren Söhnen und fähigen Mitarbeitern im Laufe der nächsten Jahrzehnte die Pfeifer-Group zu einem der größten und innovativsten Unternehmen der europäischen Holzindustrie. Bis ins hohe Alter verfolgte sie die gesunde Aufwärtsentwicklung des Unternehmens und nahm daran aktiv teil. Für ihre großen Verdienste wurde ihr von der Stadtgemeinde Imst 1993 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Die angesehene Ehrenbürgerin und Trägerin des Verdienstkreuzes des Landes Tirol starb am 4. Mai 2000 im Alter von 95 Jahren.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Foto: Chronik Haiming/Peter Leitner

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 18 vom 29. April 2026
Schüler 1951
Unser Bild zeigt Haiminger Schülerinnen und Schüler im Jahr 1951 mit ihrem Lehrer Dr. Josef Zobl, dessen Vater Rudolf als Volksschuldirektor, Organist, Kapellmeister und Imker tätig war. Außerdem fungierte er als Obmann der Wassergenossenschaft. Für sein emsiges Wirken im Dienst der Öffentlichkeit wurde ihm von der Gemeinde Haiming 1953 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Sohn Josef betätigte sich neben seiner Lehrertätigkeit als langjähriger Obmann (1968–1985) des Schiklubs Haiming. Die Zobl stammen aus dem Außerfern.
Foto: Chronik Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 17 vom 21. April 2026
klimatischen Veränderungen
Dass auch der Niederjochferner den klimatischen Veränderungen Tribut zollen muss, beweist diese Ansichtskarte, wenn man sie mit heutigen Aufnahmen vergleicht. Sie wurde von Alois Stigger „Zementeler“ (1900–1980) an seine Eltern Gertraud, geb. Grießer, und Siegfried (1869–1935) Mitte der 1920er Jahre von der Similaunhütte geschickt. Siegfried Stigger betrieb um die Jahrhundertwende eine Zementerzeugung in Haiming. Manch ein älteres Gebäude ist noch heute mit Dachziegeln vom „Zementeler“ gedeckt. Der Niederjochferner erstreckt sich vom Similaun aus in nordwestliche Richtung. Die Gletscherzunge ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Dank seiner leichten Erreichbarkeit, der relativ kurzen Anstiege und technisch geringen Anforderungen ist der Similaun als Gletschertour besonders bei Einsteigern beliebt.
Foto: Alpiner Kunstverlag Innsbruck
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 16 vom 15. April 2026
Ochsengarten …
„Das wirtschaftliche und politische Kuriosum Ochsengarten Kühtai“ – so der Titel eines Beitrages in der Tiroler Tageszeitung vom 18. März 1953. Als Verfasser des Artikels zeichnete der Oetzer Bürgermeister Walter Gritsch verantwortlich, der mehrere Gründe anführte, dass die Aufnahme von Ochsengarten (Gemeinde Haiming) und Kühtai (Silz) in den Oetzer Gemeindeverband wirtschaftlich und touristisch große Vorteile brächte. So schrieb Gritsch: „Oetz als Interessent würde schon aus Verkehrs- und Wirtschaftsgründen eine andere öffentliche Investitionspolitik betreiben müssen, als es bisher durch die zuständigen Gemeinden geschah, die nichts oder nur Geringes leisteten.“ Die Antworten der betroffenen „Randgemeinden“-Bürgermeister folgten prompt. In der TT vom 28. März 1953 bemerkte das Haiminger Gemeindeoberhaupt Karl Kapeller: „Die Gemeinde Haiming hat in den letzten Jahren zugunsten der Bewohner von Ochsengarten folgende Leistungen erbracht: Sie hat einen nennenswerten Beitrag zum Bau eines 3 km langen Güterweges geleistet. Weiters wurde ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung im Rohbau fertiggestellt, für den Bau der dieses Jahr in Betrieb gehenden Telefonleitung wurde der Betrag von 20.000 Schilling geleistet und auch die Elektrifizierung wurde vorangetrieben.“ Ein paar Tage später, am 3. April 1953, folgte die Reaktion von Franz Heinz, dem Bürgermeister von Silz. Er wies darauf hin, dass das gesamte, das Kühtaier Anwesen umgebende Gelände, nämlich das Nedertal von der Haiminger Gemeindegrenze bis zur Stamser Gemeindegrenze und dazu noch das Issertal, das Mittertal und das Finstertal, nicht nur verwaltungsrechtlich, sondern auch privatrechtlich im Eigentum der Gemeinde Silz steht. Auch einen Seitenhieb ließ der Kühtai-affine und mächtige Dorfboss folgen: „Die Gemeinde Silz ist weiterhin gerne bereit, wie bisher das Vieh der Oetzer Bauern im Sommer auf ihren Almen um bescheidenen Weidezins aufzunehmen, aber niemals werden die Silzer ihr Vieh auf eine Oetzer Alm auftreiben.“ Im Bild Walter Gritsch, Bürgermeister von 1950–1986, der sich zu seinem Begehren von den Nachbarbürgermeistern kalte Füße holte.
Text und Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 15 vom 08. April 2026
strategisches Denken
Dreißig Jahre werden es wohl her sein, als sich die Bürgermeister der Bezirke Imst und Landeck in Mils zu einem freundschaftlichen Fußballspiel trafen. Und die Gemeindechefs zeigten auch auf dem grünen Rasen strategisches Denken, taktisches Talent und Unerschrockenheit vor dem Gegenüber. Als besonders begabter Lenker und Denker trat Alt-Bezirkshauptmann Dr. Walter Haid in Erscheinung, katzenartig bewegte sich der Nassereither Bürgermeister Reinhold Falbesoner zwischen den Pfosten. Auch das Milser Dorfoberhaupt Gebi Moser ließ seine technischen Fähigkeiten mehrmals aufblitzen. Nach dem sportlichen Teil wurden die herausragenden Spielszenen noch bis spät in die Nacht hinein diskutiert, der Schmäh kam nicht zu kurz.
Foto und Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 14 vom 01. April 2026
Pozuzo
Auf Initiative von Rudi Heinz (Obmann des Freundeskreises von 2008–2020) trafen sich im Sommer 2002 Freunde, Förderer und Funktionäre des Freundeskreises für Pozuzo zu Ideenfindungen im Gastgarten des Gasthofes Post in Silz. Eingeladen war auch der bekannte Tiroler Dramatiker Felix Mitterer. Ihm wurde im Laufe des gemütlichen Zusammentreffens der Vorschlag unterbreitet, die Geschichte der Tiroler Auswanderung nach Pozuzo (1857) zum Inhalt eines Theaterstückes oder Drehbuches zu machen. Der Tiroler Autor zeigte sich interessiert und deutete an, dass er sich mit dem Thema in weiterer Folge intensiver beschäftigen werde. Seit 2020 fungiert der Silzer Filmemacher Emanuel Bachnetzer als Obmann des Freundeskreises für Pozuzo, als erster Obmann zeichnete Bruno Habicher (1983–1992) aus Innsbruck für den Verein verantwortlich.
Text & Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 13 vom 25. März 2026
Sautens
Wie in vielen anderen Gemeinden standen in den Nachkriegsjahren auch in Sautens viele Investitionen in die Infrastruktur auf der Agenda. Mit Mitteln aus dem Marshall Plan (ERP – European Recovery Program) und eigenen Arbeitsleistungen wurden Schulen gebaut, Straßennetze erweitert und die Wasserversorgung modernisiert. Im Bild sehen wir die Baumaßnahme zur Entschärfung des „Roans“, des ehemaligen steilen Anstiegs zwischen Unterrain und Vorderrain. Vorne rechts ist die Sautner Volksschule erkennbar (heute steht dort das Gemeindehaus), ehemals das „Stamser Widum“ zur neuen Kirche. Links davon ist das „Bader“-Haus erkennbar – hier residierte der Wundarzt aus der Familie Oberhofer, die mit Hugo Oberhofer sen. und jun. zwei Bürgermeister stellte. Oberhalb dieser zwei Häuser thront das Anwesen des Anton Pohl „Joselas“ (später „Sautner Hof “). Ganz rechts im Bild die Haushälfte der Familie Franz Strigl („Färbers“). Vor dieser Straßenbaumaßnahme wurde bereits die neue Straßenbrücke über die Ache und die Zufahrtsstraße (1954) in das Dorf errichtet. Die Tiroler Nachrichten berichteten am 23. Juni 1955: „Die neue Brücke über die Ötzer Ache und die herrliche Zufahrtsstraße nach Sautens locken bereits viele Besucher in das idyllische Bergdörfchen und zum Piburger See. Die Straße trägt bis in die Dorfmitte ihren festen Asphaltbelag und in wenigen Tagen wird auch das Brückengeländer und die moderne Wegbeleuchtung fertig sein. Das kleine Bergdorf mit seinen 800 Einwohnern hat übrigens rund 60 Motorräder und 20 Autos.“
Text: Mag. DDr. Hans Santer/ Manfred Wegleiter Foto: Archiv Chronik Haiming

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 12 vom 18. März 2026
Selbstversorger
Selbstversorgung aus dem eigenen Garten stand bei der Bevölkerung noch viele Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges hoch im Kurs. Jeder Quadratmeter Boden wurde genutzt, um Erdäpfel, Karotten, Tomaten usw. anzubauen. So wurde das meist magere Haushaltsetat entlastet und es kamen saisonale Kostbarkeiten auf den Tisch. Im Bild sehen wir Anton Plankl, der im Hausgarten in Brunau mit der Kartoffelernte beschäftigt ist. Er wurde am 5.6.1904 in Müllegg / Salzburg geboren und verehelichte sich mit Marianne Neurauter aus der Brunau. Plankl frönte im Ruhestand seinem großen Hobby, der Fotografie und Filmerei. Selten war er ohne Kamera anzutreffen. Vor allem von den Ausflügen und Zusammenkünften des Pensionistenverbandes hinterließ er viele fotografische Erinnerungen. Anton Plankl starb am 11.10.1992 im Altersheim Sölden und wurde am Friedhof in Ötztal Bahnhof zur letzten Ruhe gebettet.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Foto: Nachlass Anton Plankl

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 11 vom 11. März 2026
ABC …
ABC – nein, nicht das Alphabet, in diesem Fall ist der Altbürgermeisterklub gemeint. Seit mehr als zwanzig Jahren treffen sich ehemalige Dorfoberhäupter aus dem Bezirk Imst regelmäßig, um die aktuellen politischen Vorgänge zu bewerten, aber auch die eigene Zeit als Bürgermeister zu reflektieren. Nicht zu kurz kommen dabei ehemalige „Scharmützel“ in und außerhalb der Gemeindestuben oder Vorkommnisse bei den Bürgermeisterausflügen. Heute steht dem ABC der Milser Altbürgermeister Gebhard Moser als Obmann vor. Am 6. April 2002 kam der ABC im Skisportort Kühtai zusammen. Dort war es für die Altbürgermeister, die manchmal auch von honorigen Persönlichkeiten eskortiert werden, selbstverständlich, Graf Karl StolbergStolberg in dessen Jagdschloss einen Besuch abzustatten.
Foto & Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 10 vom 05. März 2026
Ramolhaus
Diese Kupferdruckkarte vom Ramolhaus wurde in den 1920er-Jahren von der Kupferdruck Monopol Verlagsanstalt mit Hauptsitz in München verlegt. Das Ramolhaus thront auf 3.006 m oberhalb von Obergurgl und ist von dort aus in knapp vier Stunden Fußmarsch zu erreichen. Erbaut wurde die Schutzhütte im Jahr 1881 von Martin Scheiber, dem Urgroßvater des heutigen Pächters Lukas Scheiber. In einem Feuilleton des Mährischen Tagblattes schreibt Johann Weiser über eine Tour auf die Wildspitze im September 1888: „Nach einer unter dem geistlichen Dache des Kuraten Ingenuin Gärber (er war als Vertrauensmann für den Alpenverein tätig) verbrachten Nacht waren wir um 4 Uhr morgens mit dem Führer Alois Santer nach dem Ramoljoche aufgebrochen. Nach dreistündiger Wanderung auf gutem, zuletzt jedoch steilem Steige war das auf dem sogenannten Kreuzköpfel erbaute Ramolhaus erreicht. Nach weiteren, kaum einstündigen Steigen über den Ramolgletscher standen wir auf dem felstrümmerbedeckten Joche in der bedeutenden Höhe von 3182 m.“ Das Ramolhaus steht im Eigentum des Deutschen Alpenvereins, Sektion Hamburg und Niederelbe, und bietet als klassische Schutzhütte 52 Personen Platz. Sie gilt als perfekter Ausgangspunkt für Hochtouren und Wanderungen.
Bild: Kupferdruck Monopol Verlagsanstalt München/Chronikarchiv Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 09 vom 25. Februar 2026
Banküberfall
Am Faschingsdienstag, dem 26. Februar 1987, um 12 Uhr war die Filiale Kühtai der Raiffeisenkasse Silz, Haiming und Umgebung Schauplatz eines Überfalls. Ein Maskierter bedrohte den Raika-Mitarbeiter Karl H. mit einer Pistole und befahl ihm, sich hinter dem Kassenpult auf den Bauch zu legen. Just in diesem Moment betrat Reinhold P., Angestellter der Kühtaier Liftgesellschaft, den Kassenraum. Er wollte in letzter Sekunde vor Kassenschluss noch die Einnahmen aus der Liftkasse bei der Raika abliefern. Als er den Vermummten sah, glaubte er im ersten Moment an einen Scherz, den sich der Raika-Mitarbeiter an diesem Faschingsdienstag erlaubte, und schrie den Maskierten laut an. Dieser erschrak derart, dass er ohne Beute die Flucht ergriff. Die Kriminalabteilung der Gendarmerie entdeckte bei ihren Ermittlungen in der Nähe des Tatortes einige Utensilien (siehe Foto), die der Bankräuber auf der Flucht verloren hatte: eine moosgrüne Schnürlsamtjacke, eine schwarze Kunststoffperücke, eine Gesichtsmaske aus Kunststoff sowie zwei Plastiksäcke, eine Leukoplastrolle, ein Stück weiße Paketschnur und einen schwarzen Kunststoffart. Trotz sofortiger Abriegelung von Kühtai zum Nedertal und Sellraintal konnte der Täter nicht ermittelt werden. Der Banküberfall, der durch einen Zufall für den Kassierer glimpflich ausgegangen ist, bleibt bis heute ungeklärt.
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Bilder: Chronik Haiming, Kriminalabteilung der Gendarmerie Tirol

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 06 vom 05. Februar 2026
Dengeln
Unser Bild zeigt Alois Götsch „Unterruaner“ beim Dengeln der Sense – er wird dabei interessiert von seinem Sohn Franz Josef beobachtet. Die Familie Andreas (†12.7.1799) und Maria Götsch, geb. Praxmarer, wohnte ursprünglich im Hof zu „Unterrain“ im Ortsteil Schlierenzau. Josef Karl Götsch (1817–1872) übersiedelte 1864 nach Haiming in die heutige Kreuzstraße, und dessen Sohn Alois (1846–1922) verehelichte sich mit der Magerbacher Wirtstochter Maria Filomena Kapeller. Alois war viele Jahre Vorstand des Veteranenvereines. Auch die nachfolgenden Generationen betätigten sich in unterschiedlichen öffentlichen Funktionen der Gemeinde Haiming. So war Franz Josef Götsch (1880–1965) Aufsichtsrat der örtlichen Raiffeisenkasse und Gemeinderat, dessen Sohn Franz (1919–2000) Bauernbundobmann, Waldaufseher und kurzzeitig Bürgermeister sowie Ehrenbürger.
Foto: Chronik Haiming Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 05 vom 28. Jänner 2026
Schulausflug
Ausflüge und Wandertage stellten im Schuljahr besondere Höhepunkte dar. Nicht alle Eltern waren vor fünfzig, sechzig Jahren im Besitz eines Autos, so fanden einige jede Fahrt an einen noch unbekannten Ort spannend. Außerdem konnte man den Schulalltag für ein paar Stunden vergessen. Die schmal gefüllte Geldbörse reichte vollkommen aus, die Wanderlustigen hatten ja einen Rucksack mit etwas Speck, Käse und Obst dabei. Und für den Zusammenhalt in der Klasse waren diese Schulveranstaltungen besonders wertvoll. Im Bild sehen wir die 2b-Klasse des Bundesrealgymnasiums Imst mit ihrem Klassenvorstand Mag. Josef Lobmayr beim Wandertag 1971 vor der Pfarrkirche Oetz.
Text und Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 04 vom 21. Jänner 2026
Festtag Ötztal Bahnhof
Einen besonderen Festtag erlebte die Bevölkerung von Ötztal-Bahnhof am 9. April 1967. Bischof DDr. Paulus Rusch war in den aufstrebenden Ortsteil der Gemeinde gekommen, um die zwei Glocken (die große Glocke wiegt 650 kg, die kleine 380 kg) für das Gotteshaus zum Heiligen Josef dem Arbeiter zu weihen. Das Geläut wurde von der allseits bekannten und bewährten Firma Grassmayr in Innsbruck gegossen. Unter den Ehrengästen: Abt Eugen Fiderer von Stams, Bezirkshauptmann Dr. Wilhelm Kundratitz und Bürgermeister Karl Kapeller. Als Formationen waren die Musikkapelle Haiming, die Schützenkompanie Haiming und die Feuerwehr Ötztal-Ort angetreten.
Knapp fünf Jahre zuvor, am 28. Oktober 1962, fand die Grundsteinlegung zum Bau der Pfarrkirche in Ötztal Bahnhof statt, im Oktober 1963 war der Rohbau erstellt, und bereits am 18. Oktober 1964 nahm Generalvikar Michael Weißkopf die Weihe des Gotteshauses vor.
Für den Transport der Glocken stellte die Landwirtschaftliche Genossenschaft einen Lastkraftwagen zur Verfügung.
Foto: Chronikarchiv Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 03 vom 14. Jänner 2026
Kinder – Ferienaktion Tschernobyl
Die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wirken bis heute weltweit nach. Österreich gehörte zu den am stärksten betroffenen Ländern, wissenschaftlich nachgewiesen ist ein signifikanter Anstieg der Schilddrüsenkrebserkrankungen. In vielen Ländern wurden nach der Katastrophe viele Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Auch in Tirol dachte man vor allem an die Kinder, und so wurde 1992 unter Federführung des Arztes Dr. Ludwig Knabl der Verein „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ ins Leben gerufen. Im Tätigkeitsbericht von 2005 wurde angeführt, dass in den vergangenen 14 Jahren 2424 Kinder aus Weißrussland bei Tiroler Gastfamilien einen Erholungsurlaub genossen. In Karrösten wurde ebenfalls eine Ortsstelle des Vereins installiert. Als Organisatorin fungierte Veronika Sailer, die in ihrer Familie auch Kinder aufnahm. Im Zeitraum vom 14. Juni bis 9. Juli weilten sieben Erholungsbedürftige aus dem Dorf Vysokae mit ihrer Betreuerin Faina Iwanowa bei den Karröster Familien: Gabi und Bernhard Krabacher, Irmi und Andreas Konrad, Elisabeth und Gebhard Köll, Elisabeth und Thomas Krabacher, Brigitte und Josef Konrad sowie Vroni und Helmut Sailer.
Bild: Chronik Karrösten Text: Günter Flür, Bezirkschronist

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 02 vom 08. Jänner 2026
Gasthaus …
Die alte Ansichtskarte bildet den Gasthof Thurner in Karrösten ab, unterfertigt haben die Karte u. a. Klaus, Josef Köll, Hubert und Eduard Schuchter. Im Bildausschnitt rechts ist die „Alte Gasse“, der damalige Zufahrtsweg nach Karrösten, zu erkennen. Ende der 1950er-Jahre wurde der rechte Gebäudeteil des Gasthofes abgerissen und an dessen Stelle von Stefan Falkner das Hotel Sonnenhöhe errichtet. Auf der jüngeren Ansichtskarte rechts aus dem Jahr 1960 ist der Neubau ersichtlich. 1962 wurde das Gebäude vom Tiroler Kriegsopferverband erworben und um drei Einheiten erweitert. Es diente fortan bis Ende der 1970er -Jahre als „Erholungsheim Sonnenhöhe“.
Bild: Chronik Karrösten
Text: Günter Flür, Bezirkschronist

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