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Wie es „früher war“. Beiträge von Chronistinnen und Chronisten in der Oberländer Rundschau und anderen Medien im Jahr 2026.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 04 vom 21. Jänner 2026

Festtag Ötztal Bahnhof

Einen besonderen Festtag erlebte die Bevölkerung von Ötztal-Bahnhof am 9. April 1967. Bischof DDr. Paulus Rusch war in den aufstrebenden Ortsteil der Gemeinde gekommen, um die zwei Glocken (die große Glocke wiegt 650 kg, die kleine 380 kg) für das Gotteshaus zum Heiligen Josef dem Arbeiter zu weihen. Das Geläut wurde von der allseits bekannten und bewährten Firma Grassmayr in Innsbruck gegossen. Unter den Ehrengästen: Abt Eugen Fiderer von Stams, Bezirkshauptmann Dr. Wilhelm Kundratitz und Bürgermeister Karl Kapeller. Als Formationen waren die Musikkapelle Haiming, die Schützenkompanie Haiming und die Feuerwehr Ötztal-Ort angetreten.
Knapp fünf Jahre zuvor, am 28. Oktober 1962, fand die Grundsteinlegung zum Bau der Pfarrkirche in Ötztal Bahnhof statt, im Oktober 1963 war der Rohbau erstellt, und bereits am 18. Oktober 1964 nahm Generalvikar Michael Weißkopf die Weihe des Gotteshauses vor.
Für den Transport der Glocken stellte die Landwirtschaftliche Genossenschaft einen Lastkraftwagen zur Verfügung.

Foto: Chronikarchiv Haiming
Text: Manfred Wegleiter, Ortschronist

Ganz rechts im Bild ist das Gerüst mit dem provisorischen Holzglockenstuhl und den zwei kleinen Glocken zu erkennen, die früher die Gläubigen zu den Gottesdiensten riefen. Ebenfalls rechts im Bild erkennbar ist Manfred Greier mit seinem Vater, dem Gepäckträger Adolf Greier.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 03 vom 14. Jänner 2026

Kinder – Ferienaktion Tschernobyl

Die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wirken bis heute weltweit nach. Österreich gehörte zu den am stärksten betroffenen Ländern, wissenschaftlich nachgewiesen ist ein signifikanter Anstieg der Schilddrüsenkrebserkrankungen. In vielen Ländern wurden nach der Katastrophe viele Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Auch in Tirol dachte man vor allem an die Kinder, und so wurde 1992 unter Federführung des Arztes Dr. Ludwig Knabl der Verein „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ ins Leben gerufen. Im Tätigkeitsbericht von 2005 wurde angeführt, dass in den vergangenen 14 Jahren 2424 Kinder aus Weißrussland bei Tiroler Gastfamilien einen Erholungsurlaub genossen. In Karrösten wurde ebenfalls eine Ortsstelle des Vereins installiert. Als Organisatorin fungierte Veronika Sailer, die in ihrer Familie auch Kinder aufnahm. Im Zeitraum vom 14. Juni bis 9. Juli weilten sieben Erholungsbedürftige aus dem Dorf Vysokae mit ihrer Betreuerin Faina Iwanowa bei den Karröster Familien: Gabi und Bernhard Krabacher, Irmi und Andreas Konrad, Elisabeth und Gebhard Köll, Elisabeth und  Thomas Krabacher, Brigitte und Josef Konrad sowie Vroni und Helmut Sailer.

Bild: Chronik Karrösten Text: Günter Flür, Bezirkschronist

Im Bild die Ferienkinder mit Faina Iwanowa, Pfarrer Stefan Müller, Organisatorin Veronika Sailer und Walter Köll, Obmann des Christophorus-Vereines.

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Oberländer Rundschau Ausgabe Nr.: 02 vom 08. Jänner 2026

Gasthaus …

Die alte Ansichtskarte bildet den Gasthof Thurner in Karrösten ab, unterfertigt haben die Karte u. a. Klaus, Josef Köll, Hubert und Eduard Schuchter. Im Bildausschnitt rechts ist die „Alte Gasse“, der damalige Zufahrtsweg nach Karrösten, zu erkennen. Ende der 1950er-Jahre wurde der rechte Gebäudeteil des Gasthofes abgerissen und an dessen Stelle von Stefan Falkner das Hotel Sonnenhöhe errichtet. Auf der jüngeren Ansichtskarte rechts aus dem Jahr 1960 ist der Neubau ersichtlich. 1962 wurde das Gebäude vom Tiroler Kriegsopferverband erworben und um drei Einheiten erweitert. Es diente fortan bis Ende der 1970er -Jahre als „Erholungsheim Sonnenhöhe“.

Bild: Chronik Karrösten
Text: Günter Flür, Bezirkschronist

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