Frieden schaffen - Schwerpunkt 2026 der ÖGPB
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die europäische Friedensordnung erschüttert, während weltweit zahlreiche Konflikte eskalieren. Seit 2022 erreichen Gewalt und Opferzahlen ein 30-Jahres-Hoch, besonders betroffen ist die Zivilbevölkerung.
In Europa wächst der Ruf nach gemeinsamer Verteidigung und höheren Rüstungsausgaben. Österreich erhöht sein Verteidigungsbudget erneut, was Kritik an einer möglichen Aufrüstungsspirale und fehlenden Mitteln für andere Bereiche auslöst. Auch die Zukunft der österreichischen Neutralität steht zur Diskussion.
Der Sicherheitsdiskurs bleibt jedoch eng: Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krieg. Soziale Gerechtigkeit und „innerer Frieden“ sind zentral. Globale Konflikte verstärken gesellschaftliche Polarisierung.
Politische Bildung soll helfen,komplexe Konflikte zu erklären, Polarisierung entgegenzuwirken und friedliche Alternativen aufzuzeigen – unterstützt durch die Friedenspädagogik.
Kurzum: Die Debatte um Krieg und Frieden gewinnt in der politischen Erwachsenenbildung an Relevanz. Folgende Fragen sollen dabei als Anregung dienen:
- Welche ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen gehen mit Kriegen und welche Bevölkerungsgruppen sind in welcher Weise von diesen betroffen?
- Wie kann (politische) Bildung angesichts der Zunahme kriegerischer Handlungen und der Tendenzen zur Polarisierung zu einer Kultur des Friedens beitragen und den „inneren Frieden“ sowie die Demokratie stärken?
- Wie kann man „Frieden lernen“, und welche Ansätze, Initiativen und didaktische Zugänge gibt es dazu?
Das diesjährige Schwerpunktthema der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung lädt ein, Projekte politischer Bildung über Aspekte von Krieg und Frieden zu entwickeln und diese in der Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen.
- Sonja Luksik, MA: Schwerpunktthema „Frieden schaffen“ - Projektausschreibung und Informationen zum Projektantrag der ÖGPB
- Dr.in Danilea Ingruber: Ideen, Forschungsansätze, Methoden und Hinweise zu Projekten im Rahmen der Internationalen Friedensforschung
Online
Online per Zoom
Termin:
03.02.2026
Dienstag, 10.00 - 12.00 Uhr
(2 UE)
ReferentIn:
Sonja Luksik, MA - wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖGPB
Dr.in Daniela Ingruber, Demokratie- und Kriegsforscherin
Kosten:
kostenlos
Anmeldeschluss:
01.02.2026