Nachruf für Elisabeth Sternat
Elisabeth wurde als 3. von 5 Kindern von Josef und Elisabeth Mittner am 17.04.1946 zu Hause auf Ansitz Lanegg geboren. Nach ihrer Schulzeit in Brixlegg zog sie mit 14 Jahren nach Innsbruck und besuchte dort die Lehrerinnenbildungsanstalt, die sie mit der Lehrbefähigung 1965 abschloss. Während dieser Zeit absolvierte sie eine Ausbildung zur Organistin bei Professor Benesch, einem der besten Lehrer zur damaligen Zeit. Bis zuletzt war sie in der Region als Kirchenorganistin und Sängerin beim Kirchenchor tätig.
Von 1965 – 1971 unterrichtete sie an der Volksschule in Inneralpbach. Anschließend zog es sie wieder nach Brixlegg, wo sie bis zu ihrer Pensionierung – als Schulrätin – im Jahr 2003 an der Volksschule tätig war. Parallel unterrichtete sie an der Musikhauptschule in Rattenberg die Instrumente Klavier und Harfe. Weiters war sie über 50 Jahre an der Volkshochschule als Instrumentallehrerin tätig.
Bei einem Ägyptenurlaub im Jahr 1976 lernte sie ihren Mann Wolfgang kennen, den sie am 22. Juli 1985 heiratete.
Gemeinsam mit ihm unternahm sie viele Reisen und entdeckte ihre Leidenschaft für die Fotografie.
Von 1986 – 2004 war Lisi Gemeinderätin, davon Vizebürgermeisterin von 1992 – 1998. Zeitgleich übernahm sie die Ortschronik, die sie bis zuletzt mit großer Sorgfalt verwaltete. Auch das Amt der Bezirkschronistin übte sie von 2003 – 2019 mit großer Hingabe aus.
Besonders stolz war sie auf die Auszeichnungen
- des Ehrenrings der Marktgemeinde Brixlegg
- der Verdienstmedaille des Landes Tirol,
- der Johann-Michael-Haydn Medaille in Gold
- Ehrenoberschützenmeisterin der Schützengilde Brixlegg
- Ehrenobfrau des Sozial- und Gesundheitssprengels
- Ehrenmitglied und Ehrenkranzträgerin der Schützenkompanie Brixlegg
- Ehrenmitglied des Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum
- Ehrenmitglied des Bienenzuchtvereins Brixlegg/Reith
- Förderin der Blasmusik
- Obfrau des Brixlegger Seniorenbundes
Nach Wolfgangs Tod im Jahr 2014 übersiedelte sie in die Wohnung im Dorfzentrum. Bald schon bildete sich ein Stammtisch, der zu einem Fixpunkt in ihrem Leben wurde und an dem viele gemeinsame nette Gespräche stattfanden. In ihren letzten Lebensjahren fand sie in Hubert Osl einen wichtigen Menschen und Freund.
Obwohl sie in den letzten Jahren gesundheitlich angeschlagen war, konnte sie vor wenigen Wochen noch ihren 80. Geburtstag in großer Runde feiern. Bis zuletzt führte sie ein eigenständiges Leben, was ihr sehr wichtig war, denn Lisi konnte Hilfe nur schwer annehmen.
Auch im Namen unserer Lisi wollen wir uns auf diesem Weg bei ihrem Hausarzt Dr. Peter Erhart, beim Sozialsprengel der Region 31, bei Diakon Hannes Moser und Diakon Franz Margreiter, bei allen Fahnenabordnungen und Vereinen, bei Pfarrer Manfred Thaler und den Ministranten bedanken. Ein herzliches Vergelts Gott für die Zuwendungen an den Sozialsprengel, sowie die Kerzen- und Blumenspenden.
Mit Lisis Tod verlieren nicht nur wir einen wertvollen Menschen, sondern die Marktgemeinde Brixlegg eine große Persönlichkeit, die unentgeltlich mit ihrem unermüdlichen Einsatz ihre Zeit in die Öffentlichkeitsarbeit investiert hat.
Danke für Alles! – Ruhe in Frieden
Text: Familie Brugger
04. Juni 2026