Die Fugger und ihre Spuren in Schwaz
Die dritte und letzte Stadtführung durch Gottfried Winkler befasste sich mit den Fuggern und deren Verbindung zu Schwaz.
Die erste Station war im Rathaus, das von der Bergwerksunternehmer Familie Stöckl erbaut wurde. Obwohl Schwaz als „Silberstadt“ bekannt ist, war im Gestein wesentlich mehr Kupfer als Silber enthalten. Die Bergwerksbetreiber hatten das Silber nach Hall in die Münzprägeanstalt abzuliefern, das Kupfer konnte frei verkauft werden.


Nach einer Einführung in die Familienverhältnisse der Fugger und einen Exkurs in den Welthandel des ausgehenden 15. Jahrhunderts mittels Präsentation im Mathoi-Haus, besichtigten wir eine von den Fuggern gestiftete Wandmalerei im Kreuzgang des Franziskanerklosters.
Weiter ging es zum Fuggerhaus, das um 1520 von Ulrich Fugger erbaut wurde und als Wohn- und Geschäftshaus mit Lagerräumen diente. Heute wird es von den Tertiarschwestern bewohnt.

Foto: Gottfried Winkler
Die letzte Station der Führung war die Stadtpfarrkirche. Dort sind drei Mitglieder der Familie Fugger, die in Schwaz verstorben sind, begraben. Ulrich (Erbauer des Fuggerhauses) starb 1525 im Alter von 35 Jahren, an ihn erinnert ein aus Kupfer gegossenes Epitaph (siehe Bild). Hieronymus Fugger verstarb 1633 und Georg Fugger 10 Jahre später, deren steinerne Epitaphe an der Wand im Knappenchor zu finden sind.

Nun ist der Schwerpunkt „Lerne deine Bezirkshauptstadt näher kennen“ zu Ende, ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden, besonders aber bei Gottfried Winkler für die lehrreichen und abwechslungsreichen Führungen, die an so manchen unbekannten Ort geführt haben!
Text: Sylvia Brunner, Bezirkschronistin Schwaz
19. August 2026